KINDERZAHNHEILKUNDE

Ihr Kind soll sich bei uns wohlfühlen und Sie als Eltern können Ihrem Kind dabei helfen. Gewöhnen Sie es frühzeitig an zahnärztliche Kontrolluntersuchungen, dazu ist ein langsames und spielerisches Heranführen an das "Zahnarzterlebnis" notwendig. Sinnvoll ist es unter anderem, im Rahmen einer Kontrolluntersuchung bei Ihnen, Ihr ein- bis zweijähriges Kind erst einmal bei Ihnen zusehen zu lassen. Bei einer weiteren Kontrolluntersuchung bei Ihnen, wird dann versucht, auch einmal einen Blick in den Mund Ihres Kindes zu werfen.
Vereinbaren Sie Termine für Ihr Kind zu Tageszeiten, zu denen Ihr Kind für gewöhnlich „gut drauf ist“.
Sie sollten es uns überlassen, Ihrem Kind zu erklären, was beim Zahnarzt passiert und vor allem sprechen Sie im Vorfeld nicht über eigene Zahnarztängste. Vermeiden Sie falsche Versprechungen wie z.B. „Das tut bestimmt nicht weh“ oder „Es ist bald vorbei“ und erlauben Sie Ihrem Kind, das Kuscheltier oder ein Lieblingsspielzeug mitzubringen.
Mit viel Einfühlungsvermögen werden unsere kleinen Patienten an eine optimale, möglichst schmerzfreie Behandlung herangeführt. Ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Ihrem Kind und uns ist für eine angstfreie Behandlung entscheidend. Daher wird der kleine Patient mit seinen Eltern auch soweit wie möglich in das erste ausführliche Beratungsgespräch einbezogen.
Mit der Krankheitsgeschichte und dem Ergebnis aus den Voruntersuchungen besprechen wir gemeinsam die beste Behandlungsmethode.
Bleiben Sie bei einer Behandlung Ihres Kindes bitte dezent im Hintergrund und Vertrauen Sie unserem Team. Geben Sie Ihrem Kind die Chance eigene positive Erfahrungen zu sammeln, indem es selbstständig das Behandlungszimmer betritt.


Unser Behandlungskonzept bis Ihr Kind 18 Jahre alt wird:

  • Ab dem 18. Monat sollte bei Ihrem Kind halbjährlich eine Untersuchung der Zähne auf Karies stattfinden.
  • Zwischen dem 2. und 6. Lebensjahr sollten bei Ihrem Kind drei Früherkennungsuntersuchungen stattfinden. Im Rahmen dieser Kontrolluntersuchung erfolgt auch eine Ernährungs- und Mundhygieneberatung.
    In diesen Lebensjahren können bei Kindern bereits auch Zahn- und Kieferfehlstellungen festgestellt werden.
  • Ab dem 6. Lebensjahr sollte Ihr Kind 2x jährlich an unserem "Zahnputzschule“ genannten Individualprophylaxe-Programm teilnehmen. Diese Leistung ist bis zum 18. Lebensjahr eine von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse getragene, für Sie kostenlose Maßnahme, um Ihrem Kind eine geeignete Zahnputztechnik und eine gute Mundhygiene zu ermöglichen.
Die Milchzähne Ihres Kindes nehmen einen besonders hohen Stellenwert ein. Sie beeinflussen die Ästhetik, die Kauleistung, die Sprachentwicklung und steuern den Durchbruch der nachfolgend bleibenden Zähne.

Milchzähne sollten wenn sie von Karies befallen sind, mit Füllungen versorgt werden, um einen Erhalt zu gewährleisten, damit der Wechsel zu den bleibenden Zähnen ermöglicht wird.



INDIVIDUELLE PROPHYLAXE

Bei hohem Kariesrisiko sollte Ihr Kind neben den beiden kostenlosen Besuchen der "Zahnputzschule" zwei weitere Prophylaxe-Termine im Jahr besuchen. Diese sind allerdings nicht im Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen enthalten und mit einer Zuzahlung verbunden.
 
Ihr Kind sollte nach dem Durchbruch der ersten Zähne, bis zum zweiten Geburtstag, 1x täglich mit einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta (Fluoridmenge 500ppm) geputzt werden.
Ab dem zweiten bis zum sechsten Geburtstag sollte das Zähneputzen 2x täglich mit Kinderzahnpasta erfolgen. Anschließend ist eine 3x tägliche Mundhygiene mit Erwachsenenzahnpasta anzuraten.

Als zusätzliche prophylaktische Maßnahme empfehlen wir die Verwendung von fluoridiertem Speisesalz als häusliche Vorbeugung gegen Karies. Fluoridiertes Speisesalz schmeckt nicht anders als herkömmliches Salz und ist eine einfache und sehr effektive Art um das Kariesrisiko zu senken.
In Einzelfällen bei hohem Kariesrisiko, kann auch die Einnahme von Fluoridtabletten sinnvoll sein.

FISSURENVERSIEGELUNG

Mit einem speziellen Kunststoff werden die Zahnfissuren (Grübchen und Furchen der Backenzähne) verschlossen, um das Eindringen und Ansiedeln von Plaque und Bakterien zu vermeiden. Die besonders kariesanfälligen Bereiche werden somit langfristig vor Karies geschützt.
Bei der präventiven Versiegelung werden die zu behandelnden Zähne trockengelegt und von unserem Prophylaxeteam professionell gereinigt. Die zu behandelnden Zahnflächen werden aufgeraut und getrocknet. Anschließend wird das dünnflüssige Versiegelungsmaterial aufgetragen und adaptiert. Mit einem speziellen Licht wird das Material ausgehärtet. Anschließend werden die Versiegelungen überprüft und eventuelle Störstellen entfernt.
Im Gegensatz zur präventiven Versiegelung werden bei der invasiven Fissurenversiegelung vorab dunkle, verfärbte Stellen mit speziellen Instrumenten entfernt um eine Kariesweiterbildung zu vermeiden. Anschließend wird mit den Etappen wie bei der präventiven Versiegelung fortgefahren.
Da die Zähne nach dieser Behandlung fluoridiert werden, sollten Kinder/Jugendliche etwa eine Stunde lang nichts essen oder trinken.
Innerhalb von sechs Monaten nach der Fissurenversiegelung ist eine Nachuntersuchung in unserer Praxis erforderlich.
Bitte beachten Sie, dass eine Fissurenversiegelung das Kariesrisiko senken kann, es aber keinesfalls die tägliche Mundhygiene ersetzt.
Unsere Ärzte entscheiden darüber, ob bei Ihrem Kind eine Fissurenversieglung notwendig ist. Von Relevanz ist vor allem die allgemeine Mundhygiene und das konsequente, systematische Zähneputzen.





KINDERGARTENBETREUUNG

Wir betreuen mehrere Kindergärten in Calw. Bei den beliebten Besuchen vermitteln wir den kleinen Kindern, zusammen mit den Erzieherinnen und Erziehern, spielerisch das "Erlebnis Zahnarztbesuch".