Der Zahnhalteapparat (Parodontium) und die Schutzbarriere - FAQ
Bei der Parodontitis, auch Pardontose genannt, handelt es sich um eine chronische, bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats (das Parodontium).
Die Erkrankung verläuft oft schleichend und schmerzfrei und wird gerne auch von Patienten lange übersehen. Sie führt letzendlich zur Zerstörung von Zahnfleisch, Wurzelhaut, Wurzelzement und dem Kieferknochen.
Typische Anzeichen sind:
- Zahnfleischbluten (beim Zähneputzen oder Essen)
- Geschwollenes, gerötetes oder empfindliches Zahnfleisch
- Mundgeruch (Halitosis) oder ein unangenehmer Geschmack im Mund
- Zurückgehendes Zahnfleisch (die Zähne wirken länger, Zahnhälse liegen frei)
- Zahnlockerung oder Veränderung der Zahnstellung
Zuletzt aktualisiert am 2026-11-01 von Christian Fryges.
Bei der Parodontitis handelt es sich um eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats, die unbedingt von der Zahnarztpraxis Fryges in Calw behandelt werden muss, um den Zahnverlust zu verhindern. Jede Parodontitis beginnt als reine Zahnfleischentzündung, die erste Vorstufe, Gingivitis genannt. In dieser ersten Stufe ist es relativ leicht eine fortschreitende Entzündung des Zahnhalteapparats zu unterbinden. Wird in dem Stadium jedoch nicht auf eine exzellente Mundhygiene geachtet und evtl. unterstützend auch eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt, siedeln sich weiterhin Bakterien aus der Mundhöhle in Zahnbelägen und Zahnfleischtaschen an. Zusammen mit bestimmten ungünstigen Faktoren entsteht die Parodontitis. darunter zählen unter anderem:
- Dauerhafte mangelnde Mundhygiene: unzureichendes Reinigen und Verzicht auf Zahnzwischenraum-Pflege.
- Rauchen: erhöht das Risiko um das 3- bis 6-Fache, da Nikotin die Durchblutung und Immunabwehr im Zahnfleisch stört.
- Diabetes mellitus: Blutzuckerprobleme schwächen die Abwehrkräfte gegen Entzündungen.
- Genetik und Stress: Familiäre Vorbelastung und psychischer Stress können das Risiko ebenfalls steigern.
Bei einer Parodontosebehandlung führt Frau Dr.-medic Carmen Fryges eine schrittweise, systemische Behandlung durch, um die Entzündung des Zahnhalteapparats zu stoppen und weitern Knochenabbau zu verhindern.
Folgende Etappen werden eingehalten:
1. Diagnostik und Vorbehandlung
- Befundaufnahme: Frau Dr.-medic Carmen Fryges misst die Tiefe der Zahnfleischtaschen (ab 4 mm besteht Handlungsbedarf) und erstellt ein Röntgenbild des Kieferknochens.
- Professionelle Zahnreinigung (PZR) & Mundhygiene: Hart- und Weichbeläge auf den sichtbaren Zahnoberflächen werden entfernt. Der Patient wird zudem in der richtigen Pflege der Zahnzwischenräume (Interdentalbürsten, Zahnseide) geschult.
2. Die antiinfektiöse Basisbehandlung (Tiefenreinigung)
- Unter Lokalanästhesie: Der Zahnarzt reinigt die Zahnwurzeln unterhalb des Zahnfleischrandes in den tiefen Taschen.
- Instrumente: Mit speziellen Instrumenten (Küretten) oder Ultraschall werden harte Beläge (Konkremente) und Bakterien schonend von der Wurzeloberfläche abgetragen.
- Zusatzmaßnahmen: In manchen Fällen wird ein Keimtest gemacht und die Behandlung durch den gezielten Einsatz von Antibiotika unterstützt.
3. Chirurgische Behandlung (bei fortgeschrittener Parodontitis)
- Reicht die geschlossene Reinigung nicht aus, kann ein kleiner chirurgischer Eingriff (offene Parodontitistherapie) nötig sein. Dabei wird das Zahnfleisch kurz aufgeklappt und tief sitzende Entzündungen werden direkt entfernt. In Extremfällen kann geschädigter Kieferknochen durch Knochenaufbaumaterial rekonstruiert werden.
4. Nachsorge und Erhaltungstherapie (UPT)
- Reevaluation: Nach ca. 8 bis 12 Wochen wird kontrolliert, ob sich die Taschen verkleinert haben und die Entzündung abgeklungen ist.
- Unterstützende Parodontitistherapie (UPT): Um den Zahnverlust langfristig zu verhindern, sind regelmäßige Kontrollen und professionelle Nachreinigungen (Recall alle 3 bis 6 Monate) essenziell
Zuletzt aktualisiert am 2026-11-01 von Christian Fryges.
Ja, das können Sie und sollten Sie auch. Neben den Beratungen und Behandlungen in der Zahnarztpraxis Fryges in Calw sowie den regelmäßigen professionellen Zahnreinigungen sind auch Sie Zuhause gefragt.
Werden Sie Zuhause aktiv was die Mundhygine angeht:
- Reinigen Sie regelmäßig die Zahnzwischenräume: Nutzen Sie täglich Zahnseide in engen Zahnzwischenräumen und/oder Interdentalbürstchen, um den Biofilm aus den schwer erreichbaren Bereichen zu entfernen.
- Putzen Sie die Zähnen gründlich: Putzen Sie die Zähne mindestens zweimal täglich (ca. 2 bis 3 Minuten) mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta.
- Optional (bitte nicht mehr als1-2/Woche) unterstützende Spülungen: Antibakterielle Mundspüllösungen oder entzündungshemmende Hausmittel wie Kamillen- oder Salbeitee können das Zahnfleisch beruhigen, diese ersetzen aber nicht die mechanische Reinigung.
Reduzieren Sie die Risikofaktoren:
- Rauchen einstellen: Raucher haben ein stark erhöhtes Risiko für schwere Verläufe.
- Gesunde Ernährung: Reduzieren Sie Zucker und Weißmehlprodukte, da diese Bakterien Nahrung liefern.
- Lebenslange Nachsorge: Nach der Grundbehandlung sind regelmäßige Kontrollen und eine mehrmalige professionelle Zahnreinigung pro Jahr im Rahmen einer Unterstützenden Parodontitis-Therapie (UPT) entscheidend
Zuletzt aktualisiert am 2026-11-01 von Christian Fryges.